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Carsten Winter geb. 1966

Mit dem Hundesport-Virus wurde ich 1980 infiziert.

Eigentlich wollten meine Eltern sich einen DS kaufen, kamen aber von einem “Hundehändler” mit einer Mittelschnauzer-Hündin zurück.

In unserer Nähe gab es einen Hundeplatz, den ich zu Fuß erreichen konnte. Ein älterer Freund aus dem Dorf trainierte dort auch mit seinem DS. Da ich mit der Hündin schlecht den SchH-Sport ausüben konnte, führte ich sie neben meiner damaligen Lieblingsbeschäftigung, dem Rasenmähen, mehrmals erfolgreich durch die VB-Prf., heute BH.

Die Zeit damals, möchte ich nicht missen, denn ich lernte sehr viel übers Zuschauen.

Mit meinem ersten eigenen grauen DS, Peron von der Rensefelder Schlucht geb.1986, begann für mich der richtige Hundesport. Ich wurde vom damaligen besten Lübecker Verein (GSV-Kücknitz) angeworben und bildete Peron erfolgreich aus.

Dort machte ich auch 1986 meine Helferprüfung und figurierte diverse Vereinsprüfungen und Pokalkämpfe. Diese Zeit, ich möchte sagen, die beste Zeit im Hundesport, möchte ich nicht missen. So einen guten Verein, Kameradschaft und Miteinander, gepaart mit erfolgreicher Hundeausbildung vermisse ich leider heutzutage sehr im weiterem Umkreis von Lübeck.

Damals stellten wir des öfteren 7-10 Hunde auf der Landesausscheidung SH.

Mit Peron nahm ich erfolgreich (für meine damaligen Verhältnisse: nie durchgefallen, immer in der oberen Hälfte der Ergebnisse) an mehreren Landesausscheidungen (DVG und SV), WUSV-Ausscheidungen und Pokalkämpfen teil.

 

WUSV 1989 LG1, 99 Punkte in B und 92 in C

In den USA und auf Vereinsprüfungen öfter 98-99 Punkte in C.

 

Durch den Sportsfreund und ehem. Deutschen Meister H.J. Freitag kam ich zu einem 4-wöchigen USA Trainings-Aufenthalt inkl. erfolgreicher Prüfung.

 

1992 nahm ich Peron aus dem Prüfungssport heraus, nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil er im SD immer höher dreht und keine Verbesserung der Ergebnisse zu erwarten war.

In der Zeit mit Peron war ich zeitweise Ausbildungswart im DVG und später in einer SV OG.

Von 1994 bis 2002 holte ich meine „Sturm und Drang“ Zeit nach und Peron genoß sein verdientes Rentnerleben.

Aber es fehlte mir etwas in dieser Zeit. So beschloß ich Ende 2001, wieder mit dem Hundesport anzufangen, durch die Vereine zu reisen .und mir einen Malinois zu „bestellen“.

Da Peron auch ein angekratzter Hund war und mein TA mir vom DS abriet, „bestellte“ ich mir einen Malinois.

So stieß im März 2002 Dexter Airport Hannover zu mir und wir sind bis zum jetzigen Zeitpunkt ein tolles Team geworden. Die BH haben wir abgelegt.

Das größte Problem war, Dexter zum Bellen zu bringen. Bis zu 7 Monaten haben sich die Helfer die Lunge aus dem Hals gelaufen, es war nichts zu machen. Erst das Training mit H.J. Freitag war erfolgreich. Dexter lernte das bellen.

Da aber die Basis-Ausbildung „Stellen und Verbellen“ fehlte, haben wir bis heute am Versteck zu „kämpfen“, wobei Dexter das Wort „Kämpfen“ am Versteck etwas zu wörtlich nimmt.

Sehr positiv erwähnen möchte ich noch meinen Besuch mit Dexter inkl. Trainingseinheiten bei Walter Schmidt und seinem Team Mia Nordla um Theo Sporrer, aktueller und zweimaliger Deutscher Meister DVG.

Ebenso positiv war der Besuch, in Zusammenhang mit dem Abholen unserer Nachwuchshündin, bei Gert Vandersmissen und Christine Sonberg in Belgien.

Gert ist u.a. der Figurant von Ronny Van den Berghe, dem aktuellem WUSV-Weltmeister. Dieser Verein hat 5 Weltmeister, bis zum jetzigem Zeitpunkt… hervorgebracht!!

Bei beiden Besuchen habe ich sehr viel positives für meine zukünftige Ausbildung mitnehmen können. Gerade wegen der teilweisen unterschiedlichen aber erfolgreichen Ausbildung war es sehr interessant.

Bei beiden sehr erfolgreichen Vereinen, hat sich meine Meinung bestätigt, nur miteinander und offen für neue Wege kann es in der Ausbildung voran gehen.

Und das wichtigste: Die Sportsfreunde müssen alle an einem Strang ziehen und EIN Ziel haben.

Gert sagte einen schönen Satz: Der Hundeführer muß in der Lage sein, dem Helfer zu sagen wie und was er arbeiten will.

Wieviele können das und erkennen Ihren eigenen Hund ….?

Bei uns im Norden, sind die Figuranten, da Mangelware, die „Götter“ im Verein.

Neue oder besser, andere Ausbildungsmethoden zu trainieren ist unmöglich, leider.

In meiner Umgebung vermisse ich leider eine ähnliche Gemeinschaft, in der man in der Gruppe ein Ziel hat und Freude an der Ausbildung, Miteinander Arbeitet und nicht Gegeneinander.

Aber Dexter und ich haben noch nicht aufgegeben……..

 

“Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.”

Benjamin Britten (1913-76), brit. Komponist

 

“Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.”

(Philip Rosenthal, Unternehmer, 1916-)

 

“Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.”

(Philip Rosenthal, Unternehmer, 1916-)

 

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